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Rudergruppe bei der Ruder-WM






Ruder-WM 2007

Fünf Tage Zuschauer in München

Mittwoch, 29.08.07

525 Uhr finstere Nacht senkt sich über
Offenbach. Die wenigen Personen, die sich in der Nähe des Hauptbahnhofs
aufhalten, werden auf eine Gruppe Ruderer aufmerksam, die sich lang vor
Sonnenaufgang dort versammeln und in den um 535 Uhr
abfahrenden Zug nach Hanau einsteigen. Es sind Heike, Stefan, Johannes, Lea,
Leonie, Phillip G., Christian, Robert, André, Mike, Phillip S., Inan, HaJo, Kurt,
Sören, Martin, Leon, Jan und Jurek, die sich auf den Weg zur Ruder WM nach
München machen. Als München gegen 1100 Uhr endlich erreicht
ist, geht es im Jugendgästehaus erst einmal ans Zimmer richten und dann
(wichtig!!!) zum Mittagessen. Bald
danach bricht die Truppe dann zum Deutschen Museum auf, welches man in
Kleingruppen erkundet. Dort wird der gesamte Nachmittag verbracht (was jedoch
für dieses Museum keineswegs ausreicht), so dass man erst zum Abendessen wieder
im JGH zurück ist. Der Abend wird lautstark an der Tischtennisplatte verbracht,
die noch bis 2130 Uhr belagert wird.

Donnerstag, 30.08.07

715 Uhr. Wecken. Besser als Schule, aber
so früh?

730 Uhr. Frühstück. Langsames Erwachen.

830 Uhr. Aufbruch. Mit öffentlichen
Verkehrsmitteln beginnt der lange Weg zur Regattastrecke, die jedoch erst zwei
Stunden später erreicht wird. Viele Halbfinale werden von den deutschen
Ruderern erfolgreich gemeistert, nur der Riemenzweier und Riemenvierer verpatzten
ihre Rennen völlig. Fast 3 ½ Stunden verbringen wir gut unterhalten an der
Strecke, bis die Halbfinale für diesen Tag enden. Nachdem wir kurz im JGH
sämtliche Fan-Artikel abgelegt haben, laufen wir zur KZ-Gedenkstätte Dachau,
die jedoch bereits um 1700 Uhr schließt. Zurück im JGH werden
die Leistungsruderer erst einmal zum Joggen geschickt, während die Hobbyruderer
sich mit der Tischtennisplatte begnügen müssen, welche auch nach dem Abendessen
die Hauptattraktion bleibt.

Freitag, 31.8.07

Irgend ein gnädiger Mensch hat
veranlasst, dass wir heute erst um 815 Uhr beim Frühstück
sein müssen. Gegen 900 brechen wir dann auf, wobei uns noch
ca. 1½ Stunden Fahrt von der WM-Strecke trennen. Bei den Halbfinalen sehen wir
gute Rennen der deutschen Boote, einzig der leichte Doppelzweier zeigt
Schwächen, kann sich im Hoffnungslauf aber noch fürs Finale qualifizieren. Nach
den Halbfinalen laufen wir (mehr oder weniger freiwillig) zurück zum Bahnhof,
anstatt wie sonst den Bus zu nehmen. Im JGH bleib uns nicht viel Zeit, denn
schon bald nach unserer Rückkehr gehen wir (zum Entsetzen derjenigen, die
bereits über müde Beine klagen), zum Fußballspielen. Der Rest des Tages verläuft
relativ ruhig, es besteht noch die Möglichkeit ins Kino zu gehen, welche jedoch
nur von wenigen angenommen wird.

Samstag, 1.9.07

Heute
brechen wir wieder etwas früher auf, denn wir wollen gegen 10
00 Uhr an der Strecke sein. Dabei
machen wir jedoch unsere Rechnung ohne die hoffnungslosen Versuche der Polizei,
den gnadenlosen Stau in den Griff zu bekommen. Unsere tatsächliche Ankunft
verschiebt sich auf ca. 10
20 Uhr, sodass wir gerade noch
rechtzeitig zum Finallauf von Marcel Hacker kommen, auf den man allerdings
angesichts des Ergebnisses auch gut hätte verzichten können. Ein weit
erfreulicheres Ergebnis bringt der weibliche Riemenzweier mit Hippler und
Zimmermann, der sich in einem harten Rennen nur Weißrussland geschlagen geben
muss. Der Doppelzweier der Frauen enttäuscht mit einem 6.Platz, während der
leichte Riemenvierer der Männer nur knapp Gold verpasst. Im leichten Einer der
Männer entgeht Koch nur knapp ein Medaillenrang, und auch der leichte Männerachter
kann keine Medaille erkämpfen. Nach den Rennen fahren wir noch einmal nach
München, wo wir noch einige Zeit bleiben. Zurück im JGH essen wir zu Abend und
beginnen danach zu packen und unsere Zimmer aufzuräumen, wobei vor allem
letzteres fast den gesamten Abend in Anspruch nimmt.

Sonntag, 2.9.07

Heute Morgen liegt die durchschnittliche Aufstehzeit so früh
wie noch nie, da wir bereits um 730 Uhr unsere Zimmer geräumt
haben müssen. Nach Ablage des Gepäcks erfolgt gegen 800 Uhr
der Aufbruch und wir treten unseren letzten Gang zur WM-Strecke an. Das Finale bleibt auch diesmal ohne Sensationen
von deutscher Seite, wobei die besten Leistungen bei den zweiten Plätzen des
männlichen Doppelvierers und des schweren Achters der Männer liegen. Eine
Goldmedaille bleibt den deutschen Ruderern jedoch enttäuschender Weise
vorenthalten.

Nach dem letzten Finale begeben wir uns sofort mit Taxen in
Richtung Bahnhof, wo wir unser Gepäck aufnehmen. Nun geht es an den letzten
Teil der Fahrt, die Rückfahrt nach Offenbach, die jedoch noch bis tief in die
Nacht dauern soll…

Jurek Schneider